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Nordkorea – Frankreich – Sizilien!
Nordkorea, Kuba, der Iran sind Länder, in denen keine
Demokratie herrscht. In der Zeitung lesen wir immer wieder
Schreckensnachrichten über Todesstrafe, religiöse Intoleranz und
Versorgungsmangel.
Irgendjemand schrieb sogar ein Buch über seinen
Aufenthalt in einem nordkoreanischen Arbeitslager. Er war dort geboren worden
und flüchtete nach seinem Ausbruch aus dem Lager sofort weiter in die
demokratische Welt. Wahrscheinlich ist die Propaganda in freien Ländern
manchmal nicht besser, als in Diktaturen. Wenn er nichts anderes als das
Lager gekannt haben soll, er war nämlich dort geboren worden, woher sollte er
dann gewusst haben, dass er nach seinem Ausbruch auch gleich das Land
verlassen muss, um in ein demokratisches zu gelangen, um dort sein Buch zu
schreiben. Diese Geschichte klingt für meine Ohren zu phantastisch.
Zur Zeit des kommunistischen Regimes erschienen Bilder
und Dokumentarfilme über den Ostblock in Westdeutschland oft verdunkelt grau.
Technisch war das auch schon damals überhaupt kein Problem mehr.
Wahrscheinlich wollte man dadurch den Eindruck vermitteln, dass sogar die
Sonne dort weniger scheint.
Und wenn man mit chinesischen Kleinwarenhändlern und
Restaurantbesitzern, oder mit iranischen Studenten an westlichen
Universitäten über die politische Situation in ihren Ländern spricht, machen
diese überhaupt nicht den Eindruck, als seien sie in ihrem Land so
unglücklich.
Woher kann man als normaler Kleinbürger des „freien
Westens“ wirklich objektive Informationen bekommen? Und haben die Leute
nichts aus der Geschichte und Hitlers Propaganda gelernt?
Aber Hunger und Versorgungsmangel gibt es in allen
Entwicklungsländern, und wenn sie Peck haben, ist dies oft noch mit bürgerkriegsähnlichen
Zuständen verbunden, die von binnenländischen und ausländischen Machtgruppen
geschürt werden.
Jetzt könnte natürlich die Frage gestellt werden, warum
sich die Leute in diesen Ländern nicht zusammentun, um eine Gesellschaft mit
mehr Gleichberechtigung zu schaffen. Wie ist es möglich, dass einige Länder,
wie Frankreich, Holland, England, Polen, U.S.A. immer wieder Revolutionen
führen und andere, wie Russland, Ungarn, Sizilien sich immer wieder nach
einem starken Mann oder System sehnen, das ihnen jeden Tag sagt, was sie zu
tun haben.
Europa betrachtet scheint es zwei herausragende
Mentalitäten zu geben: die eine, bei der es bei wirtschaftlichen
Schwierigkeiten zu Streiks und Unruhen, wenn nicht zu Revolutionen, kommt,
und die andere, bei der das Volk zu schwierigen Zeiten immer unterwürfiger
wird. So werden in Sizilien eine Maffia und in Ungarn zu Beispiel die
neofaschistischen Rechtsgerichteten wie Orbán immer stärker. Horthy war
Faschist und wer ihn ehrt ist Neofaschist!
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Sonntag, 2. August 2015
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